Erfolgreich bei den bayerischen Winterspielen

25.02.2019

Quelle (Bild + Text): Mittelbayerische Zeitung vom 25.02.2019zoomQuelle (Bild + Text): Mittelbayerische Zeitung vom 25.02.2019

Von Lea Hruschka


Painten. Stolz hängt sich Sophia Weigert ihre gewonnenen Medaillen um den Hals. Ganze vier Stück konnte die 12-Jährige bei den diesjährigen Special Olympics in Bayern abräumen und darauf ist sie verdienterweise stolz.
Die Paintnerin aus dem Ortsteil Rothenbügl ist zusammen mit 18 anderen Schülerinnen und Schülern aus der Bischof-Wittmann-Schule in Regensburg nach Reit im Winkel gereist, um an den bayerischen Winterspielen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung teilzunehmen.


Kooperation mit Lebenshilfe


Unter den Reisenden waren aber nicht nur Kinder der Schule. Durch eine Kooperation mit der Regensburger Lebenshilfe konnten auch bereits ältere Sportler, die an ihrer ehemaligen Schule aktiv waren und ihren Alltag nun in der Lebenshilfe bestreiten, an den Special Olympics teilnehmen.
Darunter war der bereits mehrfach ausgezeichnete Patrick Meier aus Painten. Er und sein Freund Michael Eisenblätter aus Teugn glänzten in ihren Disziplinen im Ski Alpin Advanced: Während Eisenblätter im Super G noch auf dem sechsten Platz landete, sicherte er sich im Riesenslalom die Goldmedaille. Sein Freund Patrick Meier dagegen holte sich im Riesenslalom den fünften und im Super G dann den ersten Platz.


Für ihre jüngere Teamkollegin Sophia Weigert stand - ganz nach dem Motto “Gemeinsam stark!” - mehr der Spaß als der Sieg im Mittelpunkt. Trotzdem zeigte auch sie Ehrgeiz und fuhr zusammen mit ihren Mitschülern in ein einwöchiges Trainingslager nach Bayerisch Eisenstein.
Außerdem ist immer donnerstags Sporttag an der Bischof-Wittmann-Schule, an dem spielerisch trainiert wird. Seit Oktober bereiteten sich die Kinder und Jugendlichen dann speziell auf ihre großen Wettkampftage vor.
Als sie am Montag endlich anreisten, bezogen die jungen Sportler ihre Pensionen im Wintersportparadies Ruhpolding. Am Dienstag folgten die Eröffnungsfeier und eine Qualifikation.


Die Teilnehmer wurden je nach Fitnessstand eingeteilt und umgruppiert, damit auch möglichst faire und spannende Wettkämpfe ausgetragen werden konnten. Dabei zeigte sich, dass sowohl Bamberg als auch Regensburg einen Überschuss von zwei Sportlern für die Schneeschuh-Staffel hatten. Deshalb formten sie kurzerhand ein Mixed-Team.
“Es war eine wirklich gute Idee, da so auch alle mitmachen konnten”, erklärte Sophias Vater Anton Weigert, dessen Tochter Teil des Teams war. Diese Kombination holte sich dann sogar die Silbermedaille im viermal 100 Meter-Lauf. In ihrer Disziplin Schneeschuh-Lauf war Sophia jedoch nicht nur in der Staffel erfolgreich.

Auch im 100 Meter-Einzellauf belegte sie den zweiten Rang. Ihre beste Leistung erbrachte sie aber im 50 Meter-Sprint, bei dem sie sich Gold holte. “Man darf sich das nicht wie einen strengen Wettbewerb vorstellen, an dem es strikt um Leistung geht. Der Spaß am Sport und das Miteinander stehen im Vordergrund”, kommentierte Sophias Vater die Special Olympics.
Trotzdem seien aber auch bestimmte Regeln einzuhalten, meinte er. Die Sportler müssen die Disziplinen schon alleine schaffen können. Betreuer und Streckenposten durften nicht helfen, da man sonst disqualifiziert worden wäre.


Gesundheitsprogramme checken


Eine weitere Medaille verdiente sich Sophia dann bei den Health-Checks. Dabei wurden die Zähne und das Gehör der angereisten Teilnehmer untersucht und den Kindern und Eltern bei Problemen Tipps gegeben.
Sophia konnte aber stolz auf sich sein, denn beim Zähne-Check holte sie sich erneut eine Goldmedaille. Das fleißige Zähneputzen hatte sich also ausgezahlt.


Nach etlichen Wettkämpfen, Siegerehrungen und anderen Programmpunkten ging es für die Sportler am Freitag, den 25. Januar, wieder zurück nach Hause, wo sie ihren Verwandten und Freunden von ihrem fünftägigen Erlebnis berichten konnten.
Die Verwandten konnten bei vielen Familien nicht unterstützend mitreisen, da es für die meisten schwierig sei, einfach eine ganze Woche frei zu bekommen, erklärten Sophias Eltern, die für zwei Tage zu den Special Olympics in Oberbayern gereist waren.


Die diesjährigen Special Olympics


Betreuer: Ohne die engagierten Betreuerinnen und Betreuer wäre die Fahrt für die Kinder nach Oberbayern nicht möglich gewesen. Das Betreuerteam verwendete für den Ausflug nach Reit im Winkel private Freizeit. Für diese außerordentliche Unterstützung sind die Eltern der jungen Sportler sehr dankbar.
Bischof-Wittmann-Schule: Das private Förderzentrum für geistige Entwicklung legt großen Wert darauf, dass sich die Schülerinnen und Schüler sportlich austoben können. Dafür gibt es jeden Donnerstag eine Vielzahl an Angeboten aus verschiedenen Sportarten, wie Tanz, Schwimmen oder Wintersport.
Winter-Special Olympics: Die Teilnahme an den Sommer-und Winter-Special Olympics ist für die Bischof-Wittmann-Schule zur guten Tradition geworden. Die Kinder können sich auf ein großes Event freuen, an dem ihr Fleiß entsprechend gewürdigt wird. Besonders begeistern die gewonnenen Medaillen.
Sophia Weigert (12) : Die Schülerin aus Rothenbügl bei Painten nahm erfolgreich bei den Special Olympics teil und gewann vier Medaillen. Der mit Gold und doppeltem Silber dekorierte Schneeschuh-Lauf macht ihr genauso viel Spaß wie das Tanzen, das sie ebenfalls an der Bischof-Wittmann-Schule betreibt.

 

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